Ägäis. Leistet die DGzRS Beihilfe zur illegalen Einwanderung?

Vorwort der Redaktion: Eine aktuelle (7.3.2016) Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vermittelt sinngemäß, dass Schlepperaktivitäten unterstützt werden, um illegale Einwanderer von der türkischen Küste zu nahe gelegenen griechischen Inseln bringen. Von Rettung ist die Rede, doch von Seenot ist auf den Bildern nichts zu sehen. Das wirkt wie aktive Beihilfe zur illegalen Einwanderung, eigentlich eine Straftat! Um für die Aktion zu werben, wird ein Junge medienwirksam von einem Schlauchboot geholt und wie eine Trophäe präsentiert.

Mit solchen Aktionen ermuntert man illegale Einwanderer zur Fahrt auf dem Mittelmeer und hat letztlich dadurch mehr Leute auf dem Gewissen, als wenn man die Route in die EU blockiert und somit unattraktiv macht.
 
Zudem befindet sich die EU aufgrund der gewaltigen Ströme aus sogenannten Flüchtlingen in einer Zerreißprobe, in der die deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel die tragische Hauptrolle in einem Stück spielt, dass längst abgesetzt sein sollte. Im Ringen um ihre Stellung und Ansehen, ungeachtet eines gigantischen Schadens für Deutschland und die EU, scheint A. Merkel den Verstand verloren zu haben. Deutschland brüskiert seine EU Partner, die längst Grenzen errichteten und Aufnahmebeschränkungen erlassen haben. Die Präsenz der DGsRS in der Ägäis ist durch den Zweck aus unserer Sicht völlig deplatziert und eine Handlangerei, die den Rechtsruck in Deutschland anheizt. Aber urteilen Sie selbst.

7. 2. 2016 Pressemitteilung  DGzRS
Fotos: DGzRS – Die Seenotretter/Philipp Spalek

Erster Einsatz der DGzRS vor Lesbos: 57 Menschen, davon 20 Kinder, aus Seenot gerettet. Der Seenotrettungskreuzer MINDEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist heute, Montag, 7. März 2016, zum ersten Mal vor der griechischen Insel Lesbos im Einsatz gewesen. Dabei hat die Besatzung der MINDEN in der Ägäis 57 Menschen aus Seenot gerettet, 20 von ihnen sind Kinder. Im Rahmen eines zeitlich befristeten internationalen Einsatzes unterstützen die deutschen Seenotretter derzeit ihre griechischen Kollegen.

Das Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) Piräus, die griechische Seenotleitung, alarmierte die MINDEN gegen 6 Uhr am Montagmorgen. Bei den Geretteten handelt es sich überwiegend um syrische Flüchtlinge. Sie wurden auf Veranlassung der Seenotleitung im Hafen von Mytilini an die griechischen Behörden übergeben.

DGrRS geleitet Schlauchboot mit Einwanderern nach Lesbos

Das Tochterboot MARGARETE bugsiert ein überfülltes und seeuntüchtiges Schlauchboot an die geöffnete Heckklappe des Seenotrettungskreuzers MINDEN heran. / DGzRS Philipp Spalek

Vor der Südostküste der Insel barg die Besatzung der MINDEN die insgesamt 57 Menschen von zwei seeuntüchtigen Schlauchbooten ab. Trotz Windstärken um fünf Beaufort und gut einem Meter Seegang gelang es mit Hilfe eines speziellen Rettungsstegs in der Heckwanne des Seenotrettungskreuzers, alle Menschen innerhalb von 15 Minuten zu übernehmen.

„Die meisten Geretteten sind Frauen, kleine Kinder und Säuglinge. Das jüngste Kind ist etwa zwei Monate alt, die älteste Frau über 70“, berichtet der Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführer der DGzRS, Kapitän Udo Helge Fox. Er war selbst an der Rettung beteiligt. Zwei Gerettete benötigten medizinische Hilfe. Eine Frau erlitt einen Kreislaufkollaps, ein Mann mit Unterzuckerung musste ebenfalls behandelt werden.

Schlauchboot im Schlepp

Schlauchboot im Schlepp / DGzRS Philipp Spalek

Gestern, am Sonntag, 6. März, war der Seenotrettungskreuzer MINDEN bei einer feierlichen Zeremonie von einem griechischen Priester gesegnet worden. Daran nahmen unter anderem Vertreter der griechischen Küstenwache und der Freiwilligen-Organisation Hellenic Rescue Team sowie der Leiter des Rettungsdienstes und Geschäftsführer der DGzRS, Kapitän Udo Helge Fox, teil.

Am Samstag, 5. März, war die erste Einsatzcrew der MINDEN auf Lesbos eingetroffen. Gefahren wird der Seenotrettungskreuzer von Seenotrettern der DGzRS, die sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben. Vormann ist derzeit Ulrich Fader von der DGzRS-Station Bremerhaven.

Ein Junge wird medienwirksam präsentiert.

Ein Seenotretter bringt über einen speziellen Rettungssteg in der Heckklappe des Seenotrettungskreuzers einen kleinen Jungen an Bord der MINDEN. / DGzRS Philipp Spalek

Über den Einsatz. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und weitere nordeuropäische Seenotrettungsgesellschaften beteiligen sich an einem zeitlich befristeten internationalen Einsatz in der Ägäis. Der Einsatz ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Organisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

Ziel des IMRF-Einsatzes ist Hilfe zur Selbsthilfe: Die IMRF-Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten ihrer griechischen Kollegen erweitern und das Hellenic Rescue Team (HRT) ausbilden. Diese Freiwilligenorganisation soll mittelfristig die griechische Küstenwache entlasten.

Die DGzRS setzt den Seenotrettungskreuzer MINDEN ein. Die DGzRS hatte die MINDEN 2014 nach 28 Einsatzjahren außer Dienst gestellt und verkauft. Der heutige Eigner stellt das Schiff nun für den Ägäis-Einsatz unentgeltlich der DGzRS zur Verfügung. Im Sommer wird die MINDEN von zwei 8,5 Meter langen Neubauten abgelöst. Diese Einheiten hat die DGzRS auf einer finnischen Werft bestellt, um den griechischen Seenotrettungsdienst langfristig zu stärken. Ihre Anschaffung kann dank des Engagements eines einzelnen Spenders erfolgen.

Ein Helfer der DRzRS hält einen Jungen.

Ein Helfer der DRzRS hält einen Jungen. / DGzRS Philipp Spalek

Die Wahrnehmung der DGzRS-Aufgabe in Nord- und Ostsee bleibt vom Einsatz in der Ägäis unberührt. Die Einsatzfähigkeit der deutschen Seenotretter im eigenen Zuständigkeitsbereich ist ohne Einschränkung gesichert. Die DGzRS hat sich frühzeitig und erfolgreich um Projektspenden für den Einsatz in der Ägäis bemüht.

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9.3.2016 / 19:50 – Kommentar von Facebook von N. Mielke:

Tolle Sache, wenn Leute der DGZRS unter Einsatz Ihres Lebens oftmals andere retten, die unverschuldet oder fahrlässig in Seenot geraten sind. Kein Verständnis habe ich für die Rettung von Leuten die vorsätzlich in Seenot geraten sind. Durchschnittliche Dauer zwischen Seenotfall und Ankunft des Rettungsschiffes in Griechenland ist derzeit wohl etwa 1 Minute. Ein Spitzenwert für unsere Retter !!! Nur die Reihenfolge ist leider gerade anders herum, als eben beschrieben. Beim Anblick eines so genannten Rettungsschiffes erfolgt sofortige Selbstversenkung oder es wird dirtekt angesteuert und ein Seenotfall wird simuliert, der eigentlich keiner ist. Bei uns steht so etwas zu Recht unter Strafe !!. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der blanken Not. Diese Leute fahren aus der sicheren Türkei los, auf Sicht oder Sonnenstand um die wenigen Seemeilen zwischen der Türkei und Griechenland zu überqueren. Im Hintergrund Eurer beindruckenden Fotos kann ich noch das Land sehen. Lächerlich hier von Seenot zu sprechen. 77% haben keine Papiere und können nicht einmal ihre Geschichte beweisen.Dabei setzen unverbesserliche Wohlstandsoptimierer kaltlächelnd sogar das Leben von Familienmitgliedern aufs Spiel, die nicht mal schwimmen können, wie im Falle des kleinen Aylan. Bei mir wäre dieser Mann SOFORT angeklagt worden, wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gegenüber seinen Kindern Nur Idioten fahren bei Wassertemperaturen unter 10 Grad in gurkigen Gummibooten absichtlich auf dem Meer herum ohne Plan und Patent und verursachen vorsätzlich eine Rettungsaktion. Bislang habe ich auch immer mal einen Schein in Eure Sammelschiffchen geworfen. Damit ist nun Schluss, weil ich den politischen Wahnsinn dieser Dame und ihre undemokratischen Alleingänge nicht unterstütze.

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